Aus den Erfahrungen von Frauen mit chronischen Krankheiten lernen und die Gesundheitsversorgung verbessern

 

 

Ausgangslage

Die Schweiz verfügt über ein gutes Gesundheitssystem. Dennoch ist der Zugang zur Gesundheitsversorgung für verschiedene Bevölkerungsgruppen eingeschränkt. So nutzen Migrantinnen einige Versorgungsangebote (z.B. Früherkennungsmassnahmen) seltener als die übrige Bevölkerung, obwohl sie häufiger unter chronischen Krankheiten leiden. Bis heute sind die praktischen Erfahrungen der betroffenen Patientinnen nur selten in die Problembeschreibung eingeflossen und die Frauen selber sind auch kaum an der Erarbeitung von Lösungsansätzen beteiligt.

 

Was wird gemacht

Diese Studie sammelt und analysiert die Erfahrungen, die Frauen mit chronischen Erkrankungen bei der Nutzung von Gesundheitsdiensten machen. Dazu werden Interviews mit Frauen aus Deutschland, Portugal, der Türkei und auch mit Schweizerinnen geführt. Das Interview dauert ungefähr 90 Minuten. Die Frauen wählen den Ort und Zeitpunkt des Gesprächs selbst. Für Forschungszwecke werden die Interviews aufgenommen und anschliessend anonymisiert. Das Interview wird von einer Wissenschaftlerin in der Landessprache der Teilnehmerinnen durchgeführt.

Die deutschen und schweizerdeutschen Interviews werden von Romaine Farquet und Leonie Mugglin durchgeführt. Romaine Farquet hat eine Lizenziat in Internationale Beziehungen und einen Master im Bereich Migrationsstudien. Sie ist Doktorandin in transnationale Studien an der Universität Neuenburg und arbeitet als Projekt Managerin für das MIWOCA Projekt. Leonie Mugglin ist Masterstudentin an der Universität Neuenburg im Bereich der Sozialwissenschaften.

 

Wofür diese Studie

Ziel der Studie ist es, aufzuzeigen, wie chronisch kranke Frauen die Gesundheitsversorgung in der Schweiz erleben, verstehen, interpretieren und nutzen. Mit den neuen Erkenntnissen und unter Einbezug von betroffenen Patientinnen werden neue Ansätze für einen verbesserten Zugang zur Gesundheitsversorgung entwickelt.